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"Fürther Nachrichten" vom 22.06.2007
Die Kissinger-Saga liegt in Buchform vor
Fürther Fernsehjournalistin Evi Kurz begnügte sich nicht mit einem Film über den Politiker

 
Nach ihrem Dokumentarfilm liefert die Fürther Fernsehjournalistin Evi Kurz nun auch in ihrem Buch "Die Kissinger-Saga" interessante Einblicke in das Leben des früheren US-Außenministers Henry Kissinger.
 
Die Biografie, die gestern im Fürther Rathaus im Beisein von Oberbürgermeister Thomas Jung und des Erlanger Historikers Prof. Gregor Schöllgen präsentiert wurde, widmet sich vor allem den Kindheits- und Jugendjahren des 1923 als Heinz Alfred Kissinger in Fürth geborenen Politikers. "Es gibt viele Biografien über Henry Kissinger, aber keine, in der man so viel über die Fürther Jahre erfährt", sagte Schöllgen.
 
Wie ausführlich berichtet, hatte kurz bereits mit dem in der ARD und im Bayerischen Fernsehen ausgestrahlten Streifen gleichen Titels für Aufsehen gesorgt. Sie habe sich ursprünglich auf eine Dokumentation über Henry Kissinger und seinen Bruder, den als Unternehmer in den USA erfolgreichen Walter Kissinger, beschränken wollen, betont Kurz. "Aber selbst nach dem 90-Minuten-Film hatte ich noch so viel Material übrig, dass ich es bedauert hätte, wenn das Material in meinem Archiv verschwunden wäre".
 
In dem Buch sei außerdem noch persönlicheres Material über Kindheit und Jugend des Brüderpaars als im Film verarbeitet worden. So habe ihr die Familie nach der Veröffentlichung des Dokumentarfilms das Familienarchiv geöffnet. "Da waren Briefe aus den Fürther Jahren dabei, die selbst der Familie kaum bekannt waren."
 
Ausführlich beschreibt die TV-Journalistin auch die Hürden, die sie zu überwinden hatte, um das Vertrauen Henry Kissingers zu gewinnen. Die erste kontaktaufnahme vor vier Jahren sei alles andere als ermutigend verlaufen. Er gebe nie Interviews über sein Privatleben, habe Kissinger Evi kurz wissen lassen.
 
Das Eis sei erst gebrochen, als das Brüderpaar merkte, "dass ich ihnen helfe, ihre eigene Kindheit und Jugendzeit aufzuarbeiten", so Kurz. Nachdem er Teile des Films gesehen hatte, habe sich Kissinger bei der Fürtherin mit den Worten bedankt: "Durch Sie habe ich den Schlüssel zu meiner Kindheit zurückbekommen." Der Politiker sei erstaunt gewesen, wie wenig er über die Jahre in Fürth und das Leben seines Vaters wusste.
 
Die Kissingers hatten bis 1938 in Fürth gelebt, waren dann aber wegen des wachsenden Drucks auf Juden nach New York emigriert, wo sie in einem Viertel mit jüdischen Emigranten aus Deutschland einen neuen Start wagten. Elf Verwandte der Familie, die den Übergriffen der Nazis zum Trotz in ihrer alten Heimat blieben, wurden in Konzentrationslagern umgebracht.
 
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